Die Bedienung brachte die Rechung.
"Danke und ich nehme noch einen Kaffee. Warum haben es die Menschen eigentlich so eilig?" Er sah das Fräulein fragend an.
"Weil sonst der Kaffee kalt wird."
"Und wenn man gar keinen bestellt hat?"
"Dann ist es das Schnitzel." Sie lächelte.
"Ja, ja und dann der Hund, die Katze und der Regenschirm. Mögen sie Blumen?"
"Ich bin eine Frau."
"Wirklich!" Er kniff seine Augen zusammen.
"Schauen sie doch mal bitte hinter das Papier. Die Blumen sind für meine Mutter."
Vorsichtig wickelte sie die Blumen aus.
"Ah.. die Rosen und die Gerbera wunderschön ich würde mich freuen wenn ich solche bekäme." antwortete die Bedienung mit einem kleinen Leuchten in den Augen.
"Kommt nicht oft vor, dass sie Blumen kriegen?"
"Mein Freund denkt da wohl nicht so oft dran."
"Nicht oft oder gar nicht?"
"Eher gar nicht!"
"Wie steht es denn mit einem guten Essen. Ist das mehr wert als ein Strauß Blumen?"
"Vielleicht kommt auf die Atmosphäre drauf an. Der Kaffee kommt gleich." Die Bedienung entfernte sich wieder.
Mittlerweile hatte es wieder leicht zu Regnen begonnen. Die einzelnen Tropfen sammelten sich an der großen Scheibe und rannen dann in Bahnen zum unteren Ende des Glases.
"Ihr Kaffee!"
"Danke. Ich würde ihnen gerne die Blumen schenken, aber meine Mutter erwartet etwas Aufmerksamkeit von mir. Sie liegt im Krankenhaus. Sie hat Probleme mit ihrem Zucker."
"Schon in Ordnung. Ich habe sie zumindest gesehen. Die Blumen."
Die Bedienung zwinkerte mit einem Auge und ging weiter zu den anderen Gästen.


Teil 4