Der Anführer hob wieder die Hand.
"Bauer komm raus, wir holen uns sowieso was wir wollen!"
In Isfried stieg langsam Wut empor.
"Was bildet sich das Lumpenpack ein! Ich werde euch die Köpfe spalten. Noch mal plündert ihr mich nicht aus!" flüsterte der Bauer halblaut vor sich hin um nicht vor Zorn zu platzen.
"Komm raus Bauer, sonst brennen wir dir den Hof nieder!" gellte eine markerschütternde Stimme.
Als ob dies das Signal von einer Trompete gewesen sei, stürmte der Bauer mit seiner Sense aus dem Gebüsch. Er rannte auf einen Mann zu, der etwas Abseits von der Gruppe stand und hieb ihm die Sense in den Oberkörper. Kreischend ging der Angegriffene zu Boden. Der Mann verdrehte die Augen und umklammert das Sensenblatt, als könne er es wieder herausziehen und alles sei so wie vorher. Das Metall steckte tief und an den verrösteten Rändern quoll Blut hervor.
Die übrigen Lumpen rissen die Köpfe herum und starrten ausdruckslos zu dem Bauern, der an der Sense zog, die sich im Oberkörper wie ein Insekt festgesaugt hatte.
Die ganze Brut hetzte mit jaulenden und winselnden Schreien auf Isfried zu und schwang die gezogenen Messer und Knüppel. Wieder riss der Bauer gewaltsam an der Sense. Das Blatt brach in der Mitte durch. Die Meute war jetzt ganz nah. Der Bauer sprang zur Seite und traf einen Wilden am Kopf.
Der Rest von der Sense bohrte sich durch den Schädel des Lumpenträgers, der leblos seinen Spieß zu Boden fallen ließ.
Die übrige Meute überflutete den tollkühnen Bauern mit Hieben und Stichen.
"Aufhören!" schrie die entsetzliche Stimme wieder.
Blutüberströmt lag der Bauer am Boden. Der Angriff des Mobs war allerdings nicht so gewaltsam, denn der undisziplinierte Haufen blockierten sich beim Ausholen oder Schlagen selbst.
"Weg! Lasst mich durch!"
Es bildete sich ein größerer Kreis um den Bauern.
"Verwegen!"
Der Anführer sah sich nach den zwei Männern um, die im Blute lagen.
"Die zwei sind tot. Dafür wirst du zahlen."
Der Mann in der Lederrüstung wirbelte herum, griff sich einen Spieß und rammte Isfried die Spitze in den Oberschenkel.




Teil 12