Der Bauer schrie auf und verfluchte alle.
In der Runde breite sich ein gellendes Gelächter aus.
"Bindet ihn und seht euch hier um!"
Isfried lag gefesselt in der Mitte seines Hofes und die Meute begann das Gelände
und Haus zu untersuchen. Kreischend wie Vögel schwärmten sie aus
um Beute zu machen. Alles was brauchbar schien trugen sie zu einem Haufen
zusammen, das Unbrauchbare oder was sie nicht tragen konnten zerschlugen sie.
Nach geraumer Zeit versammelten sie sich wieder. Zwei hielten die beiden Kühe
an einem Strick fest und ein anderer hatte die paar Hühner in einen Sack
gesteckt und sich über die Schulter geworfen.
Der Anführer sah sich recht zufrieden um.
"Wo ist Dukwind?"
Alle gafften sich an und zuckten dann mit den Schultern.
"Dukwind!" gellend ertöte die Stimme des Anführers.
Kurz darauf erschien der Mann.
"Seht mal was ich gefunden habe!"
Hämisch grinste Dukwind, der Vrederun am Arm gepackt hinter sich her
zog.
Ängstlich kam die Magd hinterdrein. Ihre blonden Haare verbargen ihr
Gesicht; sie weinte.
"Nein!" der Bauer schrie laut auf und wand sich in seinen Fesseln.
"Du, halt dein Maul!"
Der Mann in Leder trat nach Isfried.
"Bringt mir den Trunk der Hölle!"
Sie begannen das Diebesgut auf einen Wagen zu verlanden, den sie hinter dem
Haus gefunden hatten. Vor den Karren spannten sie die zwei Kühe.
"Hier"
Ein Eimer wurde schwappend neben dem Bauern abgestellt.
Der Anführer drehte sich zum Gefesselten.
"Jetzt stopf ich dir dein vorlautes Maul!"
Mit den Enden von zwei Spießen hebelten sie dem Bauern den Mund auf.
Dann goss ein anderer aus der Meute einen Teil des Inhaltes Isfried in den
Mund.
Der Gefesselte spuckte, hustete und keuchte. Begeistert johlten alle die um
ihn standen.
Das Schauspiel wiederholte sich noch ein paar mal bis Isfried nicht mehr spuckte
oder hustete.
Zwei Männer, durchbohrt von Teilen einer Sense, lagen nicht weit von
ihrem leblosen Angreifer dem Gülle aus Mund und Nase tropfte.
Die Horde hatte den Hof angesteckt und war verschwunden. Das trockene Holz
knackte beim Brennen.