"Warum wolltest du nicht, dass ich bei dir übernachte?"
"Hm ...?"
"Ich meine warum warst du nicht von Anfang an begeistert über den
Gedanken, dass ich die Nacht wieder bei dir verbringe? Habe ich was falsch
gemacht?"
"Nein! Alles Okay."
"Aber du hast gezögert, ich habe es gespürt, das war keine
Show. Du hast es wirklich ernst gemeint!"
"Hab ich das?" er zog sie zu sich.
Beide standen in seinem Hausflur.
"Willst du dir nicht mal eine chinesische Lampe kaufen?"
"Hm ... würde die zu mir passen ...?"
Johanna musterte ihn und antwortete:
"Nö, du bist viel zu konservativ. Bei dir muss eine klare Linie
vorhanden sein, sonst gibt es einen kleinen Knick in deinem Gedankenfluss!"
sie lächelte ihn an.
"Ach... wie lange kennst du mich schon?"
"Seit gestern!"
"So kurz erst?"
"Obwohl ... " Sie zog sein Hemd aus der Hose.
Ihre Finger krochen unter sein Hemd und begannen seine Oberkörper zu
streicheln.
"Ich kenne dich vielleicht schon länger ... vielleicht habe ich
schon als kleines Kind von dir geträumt!" fügte sie mit sanfter
Stimme hinzu.
"Und du hast geträumt, dass ich konservativ bin?"
"Schau dich doch an ... wenn du nicht so ein verschmitztes jugendliches
Gesicht hättest, dann könntest du einem Seniorenclub angehören."
leicht klapste sie auf seinen Bauch.
"Danke, du bist einfach zu gütig zu mir, willst du noch was machen?
Ich leg mich sonst schlafen. Ein alter Mann braucht viel schlaf!" Seine
Stimme klang beiläufig wie eine Staumeldung, die zum 20 mal wiederholt
wurde, ohne Aussicht auf Besserung.
"Ja, ich will mit dir duschen!" Sie ging ihm nach und umarmte ihn
von hinten.
"Nein ... es ist zu wenig Platz und es gibt dann bestimmt eine Überschwemmung!"
Er öffnete ihre zarte Umklammerung und drehte sich um.
"Da siehst du! Du bist konservativ! Hast du einen Teppichboden in deinem
Bad oder sind deine Fließen wasserscheu?"