Sie hüpfte durch die Birkenallee ohne zu ermüden und
kam schließlich auf ein Feld, das von den prächtigsten Blumen geschmückt
wurde.
Als sie an eine Weggabelung kam wusste sie nicht in welche Richtung sie gehen
sollte. Doch dann sah sie in einer Buche einen Raben sitzen der sie mit einem
aufmunterndem Krätzen begrüßte. Der Vogel flog nach links
und sie folgte dem Federvieh.
Die kleine Prinzessin ging solange bis sie müde wurde und es dunkelte.
Sie suchte sich ein schönes Plätzchen unter einem Baum, das mit
weichem Moos bewachsen war und bettete ihren Kopf auf dem grünen Rucksack
zur Ruhe.
Die Nacht brach herein und das Mädchen schlief ein. Tief und fest schlummerte
sie in ihrer neuen Freiheit.
Mit den ersten Sonnenstrahlen wachte sie auf.
Die Prinzessin reckte und streckte sich und blickte in Richtung Himmel.
Die leichte Feuchte der Nacht lag noch auf der Landschaft und als sie ihren
Kopf drehte tropfte ihr eine süße Tauträne des Baumes, unter
dem sie genächtigt hatte, auf die rechte Wange.
Entzückt sprang sie auf und wischte behutsam die Tauträne mit dem
Finger auf. Genießerisch kostete sie den Tau von ihrem Finger.
Danke lieber Baum. Sie umarmte das stämmige Gewächs und wusste,
dass der Wald ihr Königreich war.